Mal so, mal so. Heute: “Vermitteln von privaten Sportwetten erlaubt”

Das bekannte Muster: Der Kläger hatte in seiner Gaststätte ohne behördliche Erlaubnis einen Sportwettenterminal aufgestellt, auf dem seine Gäste im Internet Seiten internationaler Wettveranstalter ansteuern konnten. Die Stadt Kassel als zuständige Glücksspielaufsichtsbehörde untersagte dem Kläger daraufhin die Vermittlung von Sportwetten, um damit ein strafbares Verhalten nach § 284 des Strafgesetzbuches zu unterbinden.

Im Justiz-Poker um “was ist Europarecht und wo finde ich es”, entschied das VG Kassel dieses Mal (ohne Gewähr fürs nächste Mal): Das Sportwettenterminal bleibt stehen.

In der schriftlichen Urteilsbegründung wird ausgeführt, dass dem Kläger zwar keine Erlaubnis der zuständigen Behörde zur Vermittlung von Sportwetten erteilt worden sei. Das staatliche Wettmonopol in Deutschland und die damit begründete Untersagung der ungenehmigten Vermittlung von Sportwetten könnten aber keinen Bestand haben, weil damit gegen das Recht der Europäischen Union verstoßen werde.

Okay. Wir dürfen auf den nächsten Looping auf der Schussfahrt durch Europa gespannt sein. :-)

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Was ist eigentlich Poker Teil 7

Im letzten Artikel „Was ist eigentlich Poker Teil 6“ war schon von der Psychologie des Pokers die Rede. Es ging vor allem um die so genannten „Tells“, die körpersprachlichen Äußerungen beim Poker. Hier wird jetzt ein anderes interessantes psychologisches Problem beim Pokerspiel thematisiert, nämlich die so genannten „Reads“. Viele Pokerexperten halten sie für wichtiger als die Tells.

Was sind Reads?
Reads sind Deutungen des gegnerischen Verhaltens. Beim Poker geht es ja unter anderem darum, die Strategie des Gegners zu rekonstruieren. Wer die Setzweisen der Mitspieler richtig „ließt“, kann eventuell die gegnerischen Handlungsmuster erkennen. Man muss also herauslesen, was der Gegner für ein Blatt hat und wie er wahrscheinlich künftig setzen wird. Dabei stehen nicht ungewollte psychologische Äußerungen eines Spielers, wie zum Beispiel ein Augenzucken oder ein unruhiges Rutschen auf dem Stuhl, im Vordergrund. Vielmehr soll das Setzverhaltens des Mitspielers geschickt interpretiert werden. Man will durchschauen, nach welchem Muster der gegnerische Spieler vorgeht. Dann gilt es, das eigene Spielverhalten darauf hin abzustimmen und Weiterlesen

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Was ist eigentlich Poker? Teil 6

Pokerpsychologie
Eigentlich sollte ich jetzt hier – wie in Teil 5 meiner Artikelserie angekündigt – über mein erstes Pokerspiel schreiben. Aber ich möchte mich zuvor mit einer anderen wirklich faszinierenden Seite des Pokerspiels beschäftigen: Mit der Psychologie! Der wirklich gute Pokerspieler benötigt genau zwei Dinge zum Erfolg: Das eine ist ein beträchtliches mathematisches Grundverständnis, um die Wahrscheinlichkeiten beim Poker auszurechnen. Dazu werde ich mich noch in einem weiteren Artikel äußern. Das andere ist ein gerüttelt Maß an Psychologie. Und darum soll es in diesem Artikel gehen.

Die Tells
Das genaue Beobachten der anderen Pokerspieler ist der wichtigste Teil beim Pokern. Was denken die anderen Spieler? Wie sieht ihr Blatt aus? Was haben sie vor? Um dies herauszufinden, muss man während des Spiels auf die sogenannten „Tells“ achten. Ein Tell ist eine ungewollte Äußerung eines Pokerspielers. Diese Äußerung ist Weiterlesen

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Was ist eigentlich Poker? Teil 5

Die gute Nachricht zuerst: Ab März 2012 – also ab sofort – ist Online-Poker in Schleswig-Holstein legal! Das kann man so in den Kieler-Nachrichten-online nachlesen. Wow, das ist klasse! Denn in allen anderen Bundesländern bleibt das Online-Poker bis auf weiteres illegal. Dies sind kein guten Aussichten für meine Poker-Karriere. Werde ich nun nach Schleswig-Holstein umziehen müssen? Ich hoffe es nicht!

Auch ohne Deutschland – die Welt spielt Online-Poker
Dennoch ist Online-Poker auf dem Vormarsch. Ich habe dazu etwas Interessantes in den Medien gefunden. Das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ hat in seiner Ausgabe Nr. 8 vom 18.02.2012 einen Artikel mit dem Titel „Universität des Zockens“ veröffentlicht. Es geht um eine Online-Pokerschule, die in Gibraltar beheimatet ist und die Spieler in aller Welt ausbildet. Jetzt habe ich es schwarz auf weiß: Pokern ist in und die Welt macht mit! Der Artikel bestätigt mich außerdem in meiner Auffassung, dass Poker Weiterlesen

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Was ist eigentlich Poker? Teil 4

Jetzt will ich es wissen. Wie in Teil 3 meines Artikels „Was ist eigentlich Poker“ beschrieben, möchte ich jetzt beim Pokern in medias res gehen. Ich will jetzt unbedingt Online-Pokern!

Das Faseln der Blogger
Aber wer die Wahl hat, hat die Qual. Die Zahl der Online-Poker-Anbieter ist völlig unübersichtlich. Viele Portale scheinen nicht sehr seriös zu sein. Und: Ich möchte auf gar keinen Fall um echtes Geld spielen! Als blutiger Anfänger wäre das sicherlich mein Untergang. Um böse Fallen zu vermeiden, recherchiere ich im Internet. Hier gibt es gibt zahlreiche Blogs zum Thema Online-Poker. Ich knöpfe mir einige vor. Was beim Durchlesen dieser Blogs geschieht, ist ein typisches Beispiel dafür, was passieren kann wenn man eine Entscheidung auf Grund der Aussagen anderer Leute treffen will: Ich werde nämlich beim Lesen der Blogs völlig verunsichert. Die „Diskutanten“ kommen vom Hölzchen auf Stöckchen und warnen sich gegenseitig vor unsauberen Praktiken beim Online-Poker. Das ist prima! Denn dass man beim Online-Poker höllisch aufpassen muss, wusste ich schon vorher. Findet man einen Blogger, der weiß was man machen muss, findet sich sogleich ein anderer Blogger, der es besser weiß. So komme ich nicht voran. Ich muss mir etwas einfallen lassen. Die vielen Kommentare der Blogger machen mich regelrecht kirre. Durch das Studieren von Blogs werde ich nie zu einer Entscheidung kommen. Weiterlesen

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Was ist eigentlich Poker? Teil 3

In Teil 2 meines Artikels „Was ist eigentlich Poker?“ hatte ich versucht die Grundlagen des Texas Hold’em Pokers zu erläutern. Jetzt geht es – hoffentlich für alle verständlich – weiter. Beim Texas Hold’em Poker geht es in aller Regel um Geld, dass heißt, dass mit unterschiedlich hohen Einsätzen gespielt wird. Ich muss nun die so genannten „Limits“ erklären und damit geht es ans Eingemachte. Ich muss gestehen: Eigentlich habe ich keine Lust dazu, denn dies ist wirklich ein weites Feld. Es gibt viele verschiedene Limitformen, die ich hier gar nicht en detail erklären kann. Darum erwähne ich hier nur die drei bekanntesten Limitformen:

  • Limit Texas Hold’em: Es wird um einen zuvor festgelegten Betrag gespielt.
  • No Limit Texas Hold’em: Es gibt kein vor Spielbeginn festgelegtes Limit.
  • Split Limit Hold’em: Bei einem Spiel zwischen beiden Formen hin und her gewechselt.

Es gibt noch weitere Limitformen. Ich verweise den geneigten Leser für weitere Weiterlesen

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