Was ist eigentlich Poker? Teil 4

Jetzt will ich es wissen. Wie in Teil 3 meines Artikels „Was ist eigentlich Poker“ beschrieben, möchte ich jetzt beim Pokern in medias res gehen. Ich will jetzt unbedingt Online-Pokern!

Das Faseln der Blogger
Aber wer die Wahl hat, hat die Qual. Die Zahl der Online-Poker-Anbieter ist völlig unübersichtlich. Viele Portale scheinen nicht sehr seriös zu sein. Und: Ich möchte auf gar keinen Fall um echtes Geld spielen! Als blutiger Anfänger wäre das sicherlich mein Untergang. Um böse Fallen zu vermeiden, recherchiere ich im Internet. Hier gibt es gibt zahlreiche Blogs zum Thema Online-Poker. Ich knöpfe mir einige vor. Was beim Durchlesen dieser Blogs geschieht, ist ein typisches Beispiel dafür, was passieren kann wenn man eine Entscheidung auf Grund der Aussagen anderer Leute treffen will: Ich werde nämlich beim Lesen der Blogs völlig verunsichert. Die „Diskutanten“ kommen vom Hölzchen auf Stöckchen und warnen sich gegenseitig vor unsauberen Praktiken beim Online-Poker. Das ist prima! Denn dass man beim Online-Poker höllisch aufpassen muss, wusste ich schon vorher. Findet man einen Blogger, der weiß was man machen muss, findet sich sogleich ein anderer Blogger, der es besser weiß. So komme ich nicht voran. Ich muss mir etwas einfallen lassen. Die vielen Kommentare der Blogger machen mich regelrecht kirre. Durch das Studieren von Blogs werde ich nie zu einer Entscheidung kommen.

Eine Killerexe aus dem Internet?
Dazu kommt ein weiteres Problem. Wer Online-Pokern will, muss sich bei den entsprechenden Portalen Software auf seinen PC herunterladen. Das gefällt mir gar nicht. Wenn ich bei einem x-beliebigen Poker-Portal den Download-Button anklicke, erscheint eine riesige Exe-Datei, die ich nun auf meinen Rechner packen soll. Das lässt mir das Blut in den Adern gefrieren: Vielleicht werde ich als derjenige Jurist in die Geschichte eingehen, der sich den größten Virus aller Zeiten herunter geladen hat. Ganze Generationen werden über den Mann lachen, der sich blindlings eine circa 14 MB große unbekannte Exe von einem merkwürdigen Portal auf seinen Rechner geholt hat.

Ran an den Speck
Aber diese selbstdestruktiven Killergedanken nutzen nichts. Wenn ich tatsächlich Online-Poker spielen möchte, muss ich das jetzt einfach machen. Ich ergebe mich in mein Schicksal und hoffe das Beste. Um aber nicht völlig unvorbereitet in die Pokerwelt zu stolpern, lese ich mir vor her noch die Endnutzer-Lizenzvereinbarung für den Download einiger Pokerportale durch. Diese Aktion frisst mächtig Zeit. Es muss aber sein. So, ich habe mich für ein bekanntes Portal entschieden. Ich lade mir die Pokersoftware dieses Anbieters auf meinen Rechner herunter. Geschafft! Jetzt aber muss ich mich ins Pokerprogramm hineindenken.

Ein Schreck der nicht sein muss
Zunächst muss ich mein persönliches Konto eröffnen. Das ist eine einfache Prozedur. Ich gebe nur einen Nutzernamen, ein Passwort und eine E-Mail-Adresse an. Die Betreiber des Portals wollen noch wissen, wie ich von ihrer Existenz erfahren habe. Wahrheitsgemäß gebe ich diejenige Suchmaschine an, mit deren Hilfe ich recherchiert habe. Nun erscheint ein Willkommens-Pop-up. Um jetzt aktiv zu werden und auf der Seite zu spielen, muss ich noch den Bestätigungslink, den das Portal mir an meine E-Mail-Adresse zugeschickt hat, anklicken. Jetzt taucht die erste Schwierigkeit auf: Es erscheint eine Fehlermeldung. Es ist zu lesen, dass mein Browser ein bestimmtes Protokoll nicht verarbeiten kann oder ich eine nicht aktuelle Version der Portal-Software auf meinen Rechner herunter geladen habe. Ich werde aufgefordert mir eine aktuelle Version der Software herunter zu laden. Hä? Was soll das jetzt? Mich verwundert diese Aufforderung sehr, habe ich doch soeben gerade diese Software herunter geladen. Oder gibt es mehrer Versionen auf diesem Portal? Ich hoffe, dass dies jetzt kein billiger Trick ist, um mir dennoch irgendetwas Unerwünschtes auf meinen Rechner zu laden. Aber eine weiterer Klick behebt das Problem und meine E-Mail-Adresse wird bestätigt. Wie schön, jetzt kann ich endlich anfangen. Das war ein unnötiger Schreck, den das Portal mir da eingejagt wurde. Ich hasse Browsergeschichten und möchte mit so etwas nicht behelligt werden. Beim Durchklicken der Pokerseite entdecke ich nun einen Menupunkt der Pokerschule heißt. Das interessiert mich. Aber davon mehr in Teil 5 meines Artikels, ich welchem ich hoffentlich mein erstes Pokerspiel schildern kann.

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Eine Antwort auf Was ist eigentlich Poker? Teil 4

  1. Nico (1 comments) sagt:

    Hallo, gut geschriebener Artikel. Jetzt weiss ich ungefähr was mich erwartet, da ich auch gern in diese Welt einsteigen möchte. Ich denke das man einfach spielen muss, um sich da hinein finden zu können. Genau da entstehen dann die so wertvollen Erfahrungen.