Glücksspieloasen der Welt Teil 2, Monte Carlo und die Isle of Man

In Teil 1 des Artikels „Glücksspieloasen der Welt“ wurde über das am Ende Europas gelegene Gibraltar berichtet. Jetzt geht es mehr ins Zentrum des Kontinents: Es geht nach Monte Carlo!

Glücksspieloase Monte Carlo
Monte Carlo: Kaum ein anderer Name steht so für glamouröses Jet-Set-Leben, wie dieser Stadtteil des Zwergstaates Monaco. Männer in exklusiven Anzügen, die chice Sonnenbrillen tragen, elegant gekleidete Damen und Automobile, die so viel wie Einfamilienhäuser kosten. Das Klischee lebt und die Monegassen leben von diesem Klischee.

Monaco – Stadt der Steuerflüchtlinge
In Monaco leben Steuerflüchtlinge aus aller Welt. Und sie leben dort nicht schlecht. Allerdings sind die Wohnverhältnisse in dieser Sonderwelt für Reiche etwas beengt. Monaco ist sehr dicht bebaut und sieht aus der Ferne wie eine Plattenbausiedlung aus. Dies stört die meisten Einwohner nicht, denn sie sind vermutlich gar nicht zuhause. Viele der hier offiziell gemeldeten Personen unterhalten hier nur Alibiwohnungen. Gelebt und gearbeitet wir woanders. Wichtig an Monaco und dem „Quatier Monte Carlo“ ist vor allem, dass hier die Wohlhabenden unter sich sind und auch unter sich bleiben. Dafür sorgen schon restriktive Einwanderungsgesetze und die exorbitante Immobilienpreise.

Spielbank Monte Carlo
In Monaco boomt vor allem das Glückspiel. Die Spielbank Monte Carlo ist eine der berühmtesten Glücksspieloasen der Welt. Die Geschichte des legalen Glückspiels in Monte Carlo geht auf das Jahr 1856 zurück. Seit dem wird hier regelmäßig und in immer größerem Umfang um Geld gespielt. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts waren die Monegassen auf der Suche nach leicht verdientem Geld eben nicht zimperlich. Monte Carlo hat noch einige andere Attraktionen zu bieten: Hier findet die weltberühmte Rallye Monte Carlo statt, ein Autorennen, dass durch die gefährlich engen Gassen der Stadt führt. Ein anderes wichtiges Rennen ist auch der Circuit de Monaco.

Isle of Man – größter Online-Pokerraum der Welt
Eine andere bedeutende Glücksspieloase in Europa ist die Isle of Man. Diese Insel zwischen England und Irland besitzt einen besonderen völkerrechtlichen Status. Sie ist kein Teil des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, sondern direkt der britischen Krone unterstellt und somit gewissermaßen Privatbesitz der englischen Königin. Daher ist die Insel auch keine vollwertiges Mitglied der Europäischen Union. Dies eröffnet Anbietern ausgefallener Geschäftsideen sehr interessante Möglichkeiten: Auf der Isle of Mann tummeln sich daher alle Arten von Finanzanbietern und Glücksspielunternehmen. Die Isle of Man hat eine ganz besondere Attraktion zu bieten: Auf ihr befindet sich der größte Online-Pokerraum der Welt! Denn die Isle of man ist die Heimat von PokerStars. Damit hat die kleine Insel eine große internationale Bedeutung gewonnen.

Alle Arten von Poker
Bei PokerStars können 9 verschiedene Pokervarianten gespielt werden, darunter Texas Hold’em, Omaha Hold’em und Draw Poker. PokerStars ist auch für seine Gigantomanie bekannt: Auf diesem Portal fanden mehrere der größten Online-Poker-Turniere der Welt statt. Das letzte Turnier wurde im Jahr 2009 mit etwa 150.000 Teilnehmern durchgeführt.

Kein Online-Poker in USA
Aber PokerStars ist auch auf eine unangenehme Art und Wiese in die Schlagzeilen geraten: Im Jahr 2011 wurde das Portal von der amerikanischen Bundespolizei FBI in den USA buchstäblich abgeschaltet. PokerStars darf seit dieser Zeit kein Online-Poker in den USA mehr anbieten. Das Poker-Portal kann aber mit dieser Einschränkung bisher ganz gut weiterleben. Es gibt auf der restlichen Welt genug Spieler, so dass die Existenz von PokerStars wohl nicht gefährdet ist.

Glücksspieloasen gibt es aber nicht nur in Europa. Auch in Asien wird kräftig gezockt. Eine der wichtigsten Glücksspieloasen ist die chinesische Stadt Macao. Aber davon mehr in Teil 3 des Artikels „Glücksspieloasen der Welt“.

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